Mikojan-Gurewitsch MiG-25

Der erfolgreiche Einsatz der MiG-25 bei der ägyptischen Luftwaffe hat mit Sicherheit zu der beschleunigten Entwicklung einer speziellen Aufklärungsversion beigetragen, die ab 1971, etwa ein Jahr nach der MiG-25 Originalversion, bei der sowjetischen Luftwaffe in Dienst gestellt wurde. Diese mit Mikojan-Gurewitsch MiG-25R benannte Version, die die NATO-Bezeichnung ‘Foxbat-B’ erhielt, unterscheidet sich von ihrem Vorgängermodell durch eine Reihe von Details, von denen das äußerlich auffälligste die neue Bugstruktur (mit ähnlichem Profil) ist, in der die fünf an Bord befindlichen optischen Kameras untergebracht sind und die auch mehrere glatt montierte dielektrische Flächen besitzt. Weitere strukturelle Änderungen betreffen die Flügel, die eine etwas geringere Spannweite haben und bei denen die doppelte Vorderkanten-Pfeilung der MiG-25 durch eine Planform ersetzt wurde, die von Flügelwurzel bis Flügelspitze einheitlich ist. 

MiG-25 RB
MiG-25 BM

Die fünf Kameras der ‘Foxbat-B’ werden durch SLAR (seitwärts gerichtetes Luftradar) und durch andere Anlagen ergänzt, zu denen vermutlich auch ein Doppler-Kartographie- und Navigationsradar gehört. Seit ihrer Indienststellung bei den sowjetischen Luftstreitkräften wurde die ‘Foxbat-B’ durch eine Variante ergänzt, die von der NATO als ‘Foxbat-D’ bezeichnet wird. Dieses Flugzeug war vermutlich nur für die Elint-Rolle gedacht, denn sie besitzt keine Kameras, weist eine großflächigere dielektrische Verkleidung der Außenhaut auf und besitzt an der Steuerbordseite eine deutlich größere SLAR-Anlage, die Berichten zufolge noch Erdoberflächendetails in 200 km Entfernung rechts von der Flugstrecke des Flugzeuges aufzeichnen kann. Damit bietet die Maschine eindeutig einen weiten Blick über die Grenze eines potentiellen Feindes hinweg. Weder die ‘Foxbat-B’ noch die ‘Foxbat-D’ ist bewaffnet. Es wird geschätzt, dass bei den taktischen sowjetischen Luftstreitkräften insgesamt ca. 170 MiG-25R beider Versionen im Dienst waren bzw. noch sind. Indien beschaffte acht Exemplare, von denen das erste 1981 ausgeliefert wurde. Sie sollen die British Aerospace(EECQ/BAC) Canberra ersetzen, die von der N0. 106 Squadron der IAF als Aufklärer geflogen werden.

Technische_Daten: 

Mikojan-GurewitschMiG-25R ‘Foxbat-B’ Herkunftsland: UdSSR.

Typ: einsitziges Aufklärungsflugzeug.

Triebwerk: zwei Tumansky R-31 Turbojets mit Nachbrenner und je 12.250 kp Schub.

Leistung: (geschätzt) 

Höchstgeschwindigkeit ohne Außenlasten) Mach 3,2 bzw. 1.834 Knoten (3.399 km/h) in idealer Flughöhe; 

Anfangssteiggeschwindigkeit 213,30 m/sek,

Dienstgipfelhöhe 27.000 m; 

Einsatzradius 900 km.

Gewicht: (geschätzt) 

Leergewicht 19.600 kg; 

max. Startgewicht 33.400 kg.

Abmessungen: 

Spannweite 13,40 m; Länge 23,82 m; Höhe 6,10 m.

 Bewaffnung: keine.